Freitag, 10. April 2015

Rezepte umrechnen für verschiedene Backformen

Ich backe ja sehr oft nur kleine  Kuchen oder Torten und stehe dann vor dem Problem, vorhandene Rezepte umzurechnen. Fast immer mache ich das "so nach Gefühl" - heraus kommt dann entweder zu viel oder zu wenig Teig...
Optimal gefüllt sind Backformen nämlich, wenn sie ungefähr zu 3/4 voll sind.

Beim Suchen im Internet habe ich verschiedene Tabellen für das Umrechnen von Backformen gefunden und eine solche Tabelle noch ergänzt mit den Angaben für meine 16er Backform und für meine 20 x 20 cm Brownie-Form.
In der Brownie-Form backe ich gerne Rührteige, weil daraus geschnittene Stückchen sich besser zum Mitnehmen eignen als spitze Kuchenstücke :-)


tabelle backformen rezept umrechner formel
Eigentlich ist die Tabelle ja selbsterklärend, aber anhand des Eierlikör-Kuchen-Rezepts demonstriere ich mal flott, wie's geht :-)


tabelle backformen rezept umrechner formel
Bei den Ei-Angaben in Rezepten wird grundsätzlich immer von M-Eiern ausgegangen.
Bei dieser Umrechnung kommen 3,9 Eier heraus und da liegt natürlich die Rundung auf 4 Eier nahe...
Wenn allerdings nur 3,3 Eier errechnet würden (andere Form, anderer Faktor...), nimmt man stattdessen nur 3 M-Eier (etwas zu wenig) oder 3 L-Eier (wahrscheinlich etwas zuviel) oder 4 S-Eier (wahrscheinlich passt das...) - dann muss man vom 4. M-Ei nicht über die Hälfte wegschmeissen ;-)
Und die 162 g Puderzucker würde ich auf 160 runden, die 81 ml Öl auf 80 und das Mehl und den Eierlikör auf 160...- man muss es sich ja nicht unnötig kompliziert machen!

Die Backblech-Grösse läßt sich übrigens nicht so ohne weiteres auf runde Formen übertragen, auch wenn die Faktoren oben angegeben sind...
Auf einem Backblech werden ja eher flache Kuchen und in einer Springform höhere Kuchen gebacken.
Das Umrechnen von Backblech auf rund wird also passen - es entsteht dann ein runder, flacher Kuchen, z.B. ein Pflaumen- oder Apfelkuchen mit Streuseln in einer Springform.
Wenn allerdings von einer runden Form auf ein Backblech umgerechnet würde, passt die Höhe wahrscheinlich nicht. Auf dem Backblech wäre wegen des niedrigen Randes zu viel Teig... - einfach mitdenken, wenn ihr von rund auf Backblech umrechnen möchtet ;-)

Ich hoffe, meine Erklärungen sind halbwegs verständlich... - wenn nicht, einfach nachfragen oder gerne auch ergänzen :-)

Für den täglichen Gebrauch die Tabelle ausdrucken, in die Küchenschranktür kleben oder ins Backbuch legen, dann habt ihr sie immer schnell zur Hand.

12 Törtchen:

Anonym hat gesagt…

Liebe Monika,
super Sache, so die gängigsten habe ich mir selber mal ausgerechnet, die ich oft brauche, aber so eine Übersicht ist schon toll, danke!
Was ich gerne ergänzen würde: Für das Backbleck-Randhöhe-Problem (und auch andere Fälle) habe ich mir vor Jahren mal einen Backrahmen gekauft, der größenverstellbar ist und bis zu den Maßen meines Backblechs reicht. Den nehme ich auch so manchmal, weil der im Gegensatz zum Blech keine abgerundeten Ecken hat, aber er ist auch einfach als erhöhter Rand gut, um eben das von dir beschriebene Problem zu lösen! Und eben auch, um auf dem Blech beliebig kleinere Kuchen zu backen, oder nur ein halbes Blech, oder.....
(Den gab es mal in der Vorweihnachtszeit bei einem großen Discounter Mit 4 Buchstaben und A vorne, in der nördlichen Hälfte Deutschlands, für 3,50€ wenn mich nicht alles täuscht, und zum gleichen Preis einen stufenlos verstellbaren Tortenring von 16er bis 32er, beides ist aus Edelstahl also sowohl für kalt (fürs Füllen von Torten) als auch für den Ofen geeignet UND spülmaschinenfest - kann ich nur empfehlen)
Ansonsten danke für den Artikel, sehr hilfreich, vielleich konnte ich ja auch dem ein oder anderen helfen.
Linda

Brigitte hat gesagt…

Hallo Monika,
habe lange nicht geschrieben.
Die Tabelle ist wunderbar. Dieses Problem haben wir sicherlich alle, daß man über den Daumen peilt. Vielen Dank wieder einmal
und liebe Grüße Brigitte

Franzi hat gesagt…

Hallo Monika,

klasse Tabelle! Ich habe das Problem auch öfters gehabt, insbesondere, wenn man unregelmäßige Formen (z.B. Herz, Gugelhupf-Form) oder Muffinförmchen hat. Da gibt's auch einen ganz einfachen Trick:

Wenn man bei einem Rezept weiß, dass es (beispielsweise) eine bestimmte Kuchenform genau ausfüllt oder bei einer anderen so-und-so-hoch wird, kann man diese Form einfach bis zur nötigen Menge mit Wasser füllen, das in einen Messbecher umgießen und zack, hat man das "Kuchenvolumen" in Litern/Millilitern (gebacken oder ungebacken ist egal, man muss sich nur merken, wie man's gemessen hat). Dann einfach das gleiche mit der umzurechnenden Form, und dann muss nur noch geteilt werden.

Beispiel: Ein Schokokuchen-Rezept füllt (roh) genau eine große Kastenform zur Hälfte, das sind 0,75 Liter. Meine Muffinförmchen haben bei zweidrittel-Füllung etwa 40 Milliliter. 750 ml / 40 ml = 18,75, das Rezept gibt also 18 bis 19 Muffins. Oder umgekehrt: Ich möchte 24 Muffins, also nehme ich: (24 * 40 ml)/750 ml = 1,28 -> Ich brauche ungefähr das 1,3-fache des Rezepts.

Wie gesagt auch sehr hilfreich für unregelmäßige Formen - Meine Gugelhupfform braucht z.B. das 0,8-fache der meisten Rührkuchen-Rezepte. Wenn man sich so eine Art "Kuchenvolumen-Datenbank" für die Lieblingsrezepte anlegt, kann man immer fix selbst auf die blödesten Formen umrechnen. :-)

Und zur Umrechnung an sich hast du ja alles schon super erklärt, Monika!
Vielen Dank wie immer für deinen tollen Blog! :-)

Viele Grüße,
Franzi

Monika Matzat hat gesagt…

Sehr hilfreiche Tipps, Franzi und Linda!
Vielen Dank :-)

serendipity7 hat gesagt…

Eine super Tabelle Monika. Schön übersichtlich und leicht verständlich. Ich peile bisher eigentlich auch immer über den Daumen, aber immer die Eier als Faktor genommen (also immer auf ganze Eier umgerechnet), sodass ich nicht vor dem Problem stehe ein halbes Ei abmessen zu müssen und den Rest wegzukippen. Denke aber auch, ein halbes Ei wird nicht die wahnsinns Auswirkung auf den Kuchen haben - zumindest wird man ihn nicht ruinieren damit. Generell finde ich es aber auch besser alles ziemlich genau zu messen - dann weiß man halt jedes mal was rauskommt am Ende.
Was vielleicht noch praktisch wäre, wäre eine Tabelle, wie sich die Backzeiten für größere/kleinere Formen ändert.
Vielen Dank für den super Artikel.
Laura

m hoch drei hat gesagt…

Danke !

Doro hat gesagt…

Vielen Dank für die hilfreiche Tabelle!
Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

Kira hat gesagt…

Liebe Monika,
seit einiger Zeit bin ich fleißige Leserin deines Blogs und total begeistert!
Mit Hilfe deiner Artikel habe ich im März meine allererste 3D-Torte mit Fondant hergestellt (eine Handtasche für meine Teenie-Tochter) und alle Gäste waren total beeindruckt!
Seitdem hat mich das Motivtortenfieber erwischt, ich habe schon drei weitere Torten produziert und lerne jedes Mal etwas dazu.
Bei allen offenen Fragen und Problemen hat dein Blog mir immer weitergeholfen!
Dafür von mir ein ganz dickes Danke!!! Toll, wenn jemand seine Erfahrungen und Ideen so öffentlich teilt und andere daran teilhaben lässt!
Auch die oben gezeigte Tabelle werde ich super gebrauchen können und habe sie mir schon abgespeichert.
Liebe Grüße, Kira

Ofenkieker hat gesagt…

Liebe Monika!
dieses Umrechenproblem kenne ich und es hat mich so genervt, dass ich meinen Freund (er ist Informatiker) bekniet habe, mir ein Umrechnungstool zu programmieren. Nach ganz viel Überlegen, manchmal auch Fluchen und noch mehr Arbeit ist dann ein kleines Programm entstanden, mit dem man nicht nur runde Kuchen, sondern auch eckige, Cupcakes und alle anderen Formen umrechnen kann. Damit man nicht mit 3,75 Eiern backt, rundet das Programm auf Wunsch. Vielleicht hast du Lust, dir das mal anzusehen :) Hier der Link: http://ofenkieker.de/kuum-kuchen-umrechnen/

Ganz liebe Grüße,
Claudia

Mini hat gesagt…

Hallo Monika,
vielen Dank für die Tabelle. Endlich muss ich mir nicht mehr der Kopf zerbrechen ob der Teig jetzt reichen wird oder doch zu viel ist.

Liebe Grüße
Miri

Anonym hat gesagt…

Hallo, ich muss ehrlich sagen, das ich von diesem Umrechnen nichts halte. Der Kuchen gelingt nicht immer.Besonders dann, wenn man auf grössere Formen umrechnet.Er wird dann manchmal "schliftig".Auch die Konsistenz ist dann oft nicht wie gewünscht auch wenn die Backzeit angepaßt wird.Bei einem Tortenboden geht es, die vorgegebenen Mengen bei aufwendigeren Torten/Kuchen ändere ich persönlich nicht, sondern such mir ein Rezept in entsprechender Größe.LG Anna

Larissa hat gesagt…

Danke liebe Monika! Bin sonst eine stille Leserin, aber diesmal muss ich einfach meinen Dank aussprechen! Mit dieser Tabelle ist nämlich meine Hochzeits-Geschenktorte gerettet. Habe schon umgerechnet und gezählt und es passte aber trotzdem nicht, hiermit ging's schnell und unkompliziert! Nochmal vielen Dank! Und danke für die tollen Inspirationen und Anleitungen!

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