Donnerstag, 5. Mai 2011

Anleitung: Staubgefässe für Zuckerblüten selbermachen

Als ich Ende März ganz plötzlich den Einfall hatte, offene Pfingstrosen aus Blütenpaste zu machen, hat mir das Bestellen von Blütenpollen zu lange gedauert und war mir wegen der Portokosten auch zu teuer...
Also habe ich mich an einem Sonntagnachmittag hingesetzt und Blütenpollen selbstgemacht: eine richtig schön meditative Arbeit, bei der man nicht aufpassen muss und die Gedanken schön schweifen lassen kann :-)

Und für euch habe ich nebenbei ein paar Bilder für diese Anleitung gemacht...


Ihr braucht dazu 33er papierummantelten Blumendraht, eine feine Zange und Blütenpaste.

Zuckerkleber ist diesmal nicht erforderlich, weil die Blütenpaste auch so bombenfest hält. Jeden Blumendraht schneidet ihr in 6 Teile, dann ist die Länge der einzelnen Pollen perfekt.


Von der Blütenpaste zwickt ihr euch etwas ab und formt eine Kugel etwa in der Größe einer kleinen Liebesperle...


...steckt einen Draht in die Kugel...



...und formt durch Drücken, Drehen und Abwärtschieben den Pollen.


Wenn ihr mit der Form zufrieden seit, biegt ihr den Pollen etwas außermittig, damit er natürlicher wird und nicht so steif aussieht.


Auf diese Weise formt ihr ganz, ganz viele Pollen. Wenn die Pollen getrocknet sind, können sie mit Puderfarbe nach Wunsch eingefärbt werden.
Ich habe gar nicht gezählt, wie viele Pollen ich in einer Pfingstrose habe... - aber es sind einige :-)

Viel Spaß und gute Gedanken beim Nacharbeiten!
Wenn euch diese Anleitung gefällt oder ihr noch Fragen habt, freue ich mich über einen Kommentar!

22 Törtchen:

Sarah hat gesagt…

-oo- Monika, ich hab 67 Pollen gezählt !!! wie lange hast du daran gearbeitet ???

Respekt vor solch schönen Pfingstrosen.
Liebe Grüße Sarah

It´s my Life hat gesagt…

Boah ich bin ohne Worte, das ist ja der Wahnsinn, ich bewundere dich.
Die schaun ja aus wie echt.

Liebe Grüße Irene

Anonym hat gesagt…

Hallo Monika!

Na ja, das was Du als meditativ ansiehst ist für mich noch harte Arbeit *LOL*.

Aber wieder mal großartig! Vielen Dank für den Tipp. In einigen Jahren kann ich vielleicht auch dabei meine Gedanken schweifen lassen *hihi*

lg, Rebeca

Barbara Schalk hat gesagt…

Liebe Monika,
ich habe vor zwei Wochen auf deine wundervolle Seite gefunden und bin ganz hin und weg! Das ist alles so großartig. Ich habe mir bereits einiges besorgt und vor ein paar Minuten meinen ersten Fondant hergestellt. Und was soll ich sagen? Er sieht hervorragend aus. Es ist viel viel viel schneller gegangen, als ich gedacht habe. Ich habe allerdings vorher auch alle deine Erklärungen, alle Kommentare und Antworten gelesen und mich ganz genau an das Rezept gehalten. Am Samstag gehts ans Verzieren und dann wird sich zeigen, ob der Schein trügt ;-). Ich möchte dann auch nach deiner Anleitung die Ribbon-Röschen herstellen. Du schreibst da allerdings von Modellierfondant. Ist das etwas anderes?
Und hast du ein paar praktische Tipps zur Fondantzubereitung? Es klebt ja alles von diesem Glukossirup. Wie kriegt man den am besten aus seiner Dose in den Messbecher und dann wieder zur Gelatinemasse? Geht da auf den Wegen und an den Löffeln und Gefäßen (und auch Figngern - ich habe alles eingesetzt, was in der Nähe war) nicht einiges verloren?
lg aus Wien
Barbara

Monika hat gesagt…

@Sarah
Echt, so viele sind das?
Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber ungefähr 1,5 - 2 Std...

@ Barbara,
Modellierfondant ist 50/50 Fondant und Blütenpaste.
Aus der Dose löffel ich mit einem Esslöffel und streife den mit einem Teelöffel ab.
Den Glukosesirup erwärme ich in der Mikrowelle zusammen mit der Gelatine, dann wird der Sirup schön flüssig und läuft gut aus dem Gefäß.
Viel Spaß beim Zuckern :-)

Grenadine hat gesagt…

Hi!

Ich weiß ja nicht, aber ich zähle über Siebzig! Ich glaub dafür fehlt mir einfach die Zeit... bzw. irgendwann nervt Einer! Werde mich wohl demnächst im Keller einschließen.

lg,
Katrin

Monika hat gesagt…

Bei jedem hat der Tag 24 Stunden, Katrin ;-)

WaCa hat gesagt…

Hallo Monika,
das hast Du ja wieder ein wahres Meisterwerk vollbracht. Ws ich fragen wollte, bleibt der Draht in den Pollen oder nimmst Du ihn vor dem Verarbeiten wieder raus? Ich meine nur falls jemand die Kühnheit besitzt sowas schönes tatsächlich zu essen.

Monika hat gesagt…

Der Pollen besteht aus Draht und dem Blütenpaste-Aufsatz... - den Draht bekommt man nicht mehr raus, das klebt alles zusammen. Wenn du dir das Bild oben genau anschaust, kannst du das auch sehen.
Grundsätzlich ist das bei allen Zuckerblumen, die auf Draht gearbeitet sind, so - man muss schon um den Draht drumrumknurpseln, wenn man so eine Blüte essen wollte.
:-)

Judith hat gesagt…

Hallo Monika,
wie werden denn die "Wahnsinns-Schleifen" mit andersfarbigem Rand (Schleifenschachtel und Zipfeltorte)gemacht??? Hab' leider keine Anleitung gefunden.
Danke für die sonstigen super Anleitungen.
Herzlichst
Judith

Marina hat gesagt…

wow...deine Torten sind der Hammer, traumhaft schön

glg
marina

Monika hat gesagt…

@Judith
Na, für ALLES gibt es hier nun doch keine Anleitung ;-)
Bei den Schleifen wird zuerst jede Schlaufe auf einem Zahnstocher gemacht und über Nacht getrocknet. Anschließend stellt man mit dem Clay Extruder (siehe dort: http://tortentante.blogspot.com/2010/02/drehen-ist-besser-als-drucken.html ) dünne Würstchen her und klebt die auf die Schlaufen.

@Marina
Danke schön!

:-)

Judith hat gesagt…

Monika, danke für Deine tolle Seite und danke auch für die Beantwortung der vielen Fragen, u. a. auch meine bezüglich der Schleifen! :-))

LG
Judith

biotussi hat gesagt…

das ist kein pollen -.-
der pollen ist das was auf den dingen sind-das sind die sogenannten staubgefäße oder antheren- das was du geformt hast ist eine sog theke-ein staubblatt besteht idr aus 2 von den teilen und eine art stiel. das sind die männlichen genitalien der blumen, die spollen sind das sperma. der fruchtknoten sind die weiblichen geschlechtsorgane, die narbe ist gaaaanz übertragen die vagina und die samen dann das kind.

Sophie hat gesagt…

wie bekommst du nur diese intensiven farben her? färbst du die ganze BP oder das intensive dann mit pulverfarben. ich möchte eine dunkelrote anemone machen trau mich aber nicht ans einfärben. vielleicht hast du ja rat.

lg
Sophie

Monika hat gesagt…

Hallo Sophie,
ich färbe erst die Blütenpaste und bepudere zusätzlich, wenn die Blüten etwas angetrocknet sind. Nach dem vollständigen Durchtrocknen kurz durch Dampf ziehen, damit die Puderfarbe sich mit der Blütenpaste verbindet.
:-)

mimi hat gesagt…

Hallo Monika,
ich wollte demnächst eine Motivtorte machen. Freundin wünscht sich eine Tattootorte mit Totenkopf und Flügel und so.
Habe die Flügel schon fertig, sind nur weiß. Wollte Schattierungen mit einbringen, insbesondere für den Totenkopf. Was kann ich da am besten machen. Mit den Gelfarben geht es wohl nicht, da ich nur schattierungen zwischen den Federn der Flügel bringen möchte. Hast Du einen Tipp?

mimi hat gesagt…

ich nochmal. Fällt mir noch ne Frage ein. Würde gern so Heckenrosen machen. Rosen kann ich, aber wie mach ich die Stiele, die sich hochranken. Ummantel ich den Draht mit Blütenpaste. Stelle ich mir sehr schwierig vor. Hast Du vielleicht hierfür auch einen Tipp?
Gruß aus Hamburg
Mimi

Monika hat gesagt…

Hallo Mimi,
Schattierungen macht man mit Puderfarben und Drahtstiele umwickelt man mit Floristenband...
Gutes Gelingen!
:-)

Anonym hat gesagt…

könnt tag und nacht bei dir lesen, bin hin und weg.lg anja

Anonym hat gesagt…

Hallo,
wo hast du denn den Draht her? Ich finde immer nur grünen... :-(
Gruß

Conny Waßmer hat gesagt…

Hallo Monika, vielen dank für deine Anleitung hier. Die kommt mir gerade sehr gelegen, da auch im Blumenfieber bin.:)
Gruss Conny

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