Montag, 20. September 2010

Schneckenkuchen mit Äpfeln und Rosinen

Als ich vor ungefähr zwei Wochen im Supermarkt an der Kasse stand, fiel mir das neue Heft von Meine Familie & ich ins Auge, auf dessen Titelbild ein Schneckenkuchen mit Äpfeln und Rosinen war. Das sah so lecker aus, dass ich nach bestimmt 15 Jahren mal wieder ein Heft gekauft habe.
Zuhause stellte sich aber heraus, dass das Rezept für meine Zwecke viel zu groß war und außerdem hatte ich, als mich die Backlust überfiel, nur noch einen halben Würfel Hefe und kein Ei mehr im Kühlschrank :-(
Bei der Suche im Internet nach einem geeigneterem Rezept fand ich eigenartigerweise genau das gleiche Rezept wie in MF&i auf lecker.de - fragt sich nur, wer da von wem abgeschrieben hat...
Also habe ich mein bewährtes Hefezopfrezept einfach den vorhandenen Vorräten angepasst und ohne Ei, dafür mit mehr Milch gebacken.


Gefüllt mit jeder Menge Äpfeln und Rosinen ist der Schneckenkuchen ein Gedicht und sollte unbedingt nachgebacken werden ;-)
Gebacken hab ich übrigens in einer Keramikauflaufform (31 x 24 cm) - perfekt für die Teigmenge von 500 gr. Mehl...

Unkompliziert gemacht und perfekt wird Hefeteig bei mir immer in meinem alten Brotbackautomat, den ich nur für diesen Zweck im Keller stehen habe und der nur zum Teigkneten hochgeholt wird. Wer keinen BBA besitzt, sollte beim Hefeteigherstellen darauf achten, dass der Teig wirklich so lange geknetet wird, bis er schön glatt und geschmeidig ist...

Schneckenkuchen mit Äpfeln und Rosinen

270 - 280 ml Milch
1/2 Würfel frische Hefe
1/2 TL Salz
75 gr. Zucker
80 gr. weiche Butter
500 gr. Mehl
zerlassene Butter zum Bestreichen

700 - 800 gr. Äpfel
80 - 100 gr. Rosinen (evtl. eingeweicht in Weinbrand)
3 EL Zucker
Zitronensaft
Zimt nach Geschmack

zerlassene Butter zum Bestreichen
brauner Zucker zum Bestreuen

Quittengelee oder anderes Gelee

Die Milch mit der zerkrümelten Hefe und dem Salz in der Mikrowelle oder im Topf lauwarm werden lassen und dann in die Rührschüssel schütten. Zucker, Butter und Mehl dazu geben und einen weichen, elastischen Hefeteig herstellen, der ungefähr 45 - 50 min. gehen sollte, bis er sein Volumen verdoppelt hat. (Die Milchmenge kann variieren, evtl. muss noch etwas Milch oder etwas Mehl zugegeben werden!)
In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln und in Würfel schneiden - zwischendurch immer wieder mal mit einigen Spritzern Zitronensaft beträufeln, damit die Apfelwürfel nicht braun werden. Zucker, Rosinen und Zimt untermischen und abgedeckt ziehen lassen.
Den Hefeteig nach der Gehzeit auf ungefähr 40 x 50 cm ausrollen, mit der zerlassenen Butter bestreichen und die Apfelmischung darauf verteilen. Von der langen Seite her möglichst dicht aufrollen, dabei die Ränder und oben die Naht etwas andrücken.

Auf der Teigrolle 12 ungefähr gleich grosse Stücke vormarkieren, diese dann abschneiden und dicht an dicht in die vorher gefettete Backform setzen.
Nach einer nochmaligen Gehzeit von ca. 20 min. mit zerlassener Butter bestreichen und mit dem braunen Zucker bestreuen.
Bei ca. 190° 30 min. backen.
Da jeder Ofen anders backt, die Backzeit kontrollieren und ggfls. anpassen...
Den Schneckenkuchen noch heiß mit dem aufgekochten Gelee bepinseln und genießen - das ist schon lauwarm möglich ;-)

21 Törtchen:

äna hat gesagt…

Hallo Monika,

grade musste ich lachen, denn an besagtem Heftchen bin ich auch schon mehrmals vorbei gelaufen. Mein Freund meinte mal: "So ein Heft kaufen doch nur Omas!" *hüstel* ;-)
Da hab ich's gelassen.

Aber das Rezept klingt wirklich toll, gerade jetzt, wo es so viele Äpfel aus dem heimischen Garten von...na, von Oma natürlich gibt :-)

Ich wünsch dir ne tolle Woche, Anna

babymotte hat gesagt…

HUHU...
also ich habe diesen "genau DIESEN Kuchen" aus dieser Zeitung gemacht...
na ja...da stand 1 1/2 Hefe...jeder Jeck hat gesagt das es eineinhalb Würfel sind...also ehrlich gesagt...ihhhhhhhhhh...warm konnte man ihn ja noch essen...aber er schmecke aber zu schlimm nach Hefe...ich werde mir Dein Rezept jetzt aber auch mal angucken...der sah nämlich sehr lecker aus...*heul*
Lasse liebe Grüße hier...Heike

goodgirl hat gesagt…

Danke für das leckere Rezept! Wir haben sooo viele Äpfel und das ist ne gute Verwendung dafür :).

Ute hat gesagt…

Das liest sich sooo lecker,daß ich jetzt schon wieder Appetit bekomme. Aber ausprobieren werde ich das Rezept sicher mal!

itbl hat gesagt…

Genau dafür verwahre ich auch meinen Brotbackautomaten ;-).
Dein Rezept hört sich sehr lecker an.
Gruß Sabine

Monika hat gesagt…

Freut mich, dass euch das Rezept gefällt :-)

Maleika hat gesagt…

Das sieht lecker aus und schmeckt bestimmt noch viel besser. Danke fürs tolle Rezept. Bei uns in der Gegend gibt es etwas ganz ähnliches als Schnecken geformt - ohne Äpfel, dafür mit vielen gehackten Mandeln.
Liebe Grüße - Maleika

Monika hat gesagt…

Rosinenzöpfe oder Hefekuchen mit Mandeln habe ich auch schon öfter gemacht - auch sehr lecker! Bei diesem Rezept ist aber die Kombination fruchtig und süß sehr lecker :-)

Bea hat gesagt…

So, jetzt ist er im Ofen drin. Ich hab dein Rezept verwendet, nachdem das Original ja wirklich viel zu viel ist (bin an genau dieser Zeitschrift nämlich auch nicht vorbeigekommen :-), ) Hab nur die Rosinen weggelassen und Zitronensaft hatte ich auch keinen daheim. Jetzt bin ich gespannt wie es meinen Lieben und mir bald schmeckt. Danke für's umarbeiten.
Liebe Grüße und schönes Wochenende
Beate

anita1 hat gesagt…

Mmhhhh, sieht so lecker lecker lecker aus. Ich liebe Apfelkuchen :-)
Und ich liebe Dein Talent und das Du uns daran teilhaben läßt, Rezepte einfach umzuwandeln. Genial.

Liebe Grüße

Anita

Manu hat gesagt…

Ich bin wirklich erstaunt, was dieses Titelbild doch ausgelöst hat. Ich war nämlich auch kurz davor, deswegen das Heft zu kaufen. ;O))

Aufgrund des tollen Beitrags, bin ich ja froh, dass ich es nicht gemacht habe.

LG Manu

Gurgi hat gesagt…

Das Titelbild hat mich auch die ganze Zeit schon angelacht.
Ich habe einfach mein eigenes Heferezept genommen, Äpfel klein geschnitten, frei Schnauze mit Rosinen, Zimt und Zucker vermischt und auf dem Teig verteilt.
War auch lecker.
Für so etwas muss ich kein Heft kaufen. Und wenn man die Schnecken
frittiert hat man Apfelberliner!

Monika hat gesagt…

Ja, bei mir funktionieren die eigenen Rezepte auch immer am Besten! Aber alle 15 Jahre mal ein Heft... - so schlimm finde ich das nicht ;-)

IPH hat gesagt…

also ich habs gerade nachgebacken und meine Männer sind begeistert, wirds jetzt öfter geben, vielleicht auch mal mit birnen ;)

Monika hat gesagt…

Freut mich, dass euch der Kuchen auch so gut geschmeckt hat :-)

Philippe hat gesagt…

Hallo Monika,

allerbesten Dank für dieses Rezept, ich habe es Montags mittags gelesen und konnte es kaum bis nach der Arbeit aushalten. Zu Hause angekommen habe ich noch schnell eingekauft und mich direkt an den Ofen gestellt. Das war erst 20:30 Uhr, aber es musste sein! Rosinen habe ich weg gelassen, dafür Mandeln eingebracht und das Gelee gegen eine dünne Zuckerglasur ausgetauscht (hatte kein Gelee mehr).

Sehr sehr lecker. Und meine Arbeitskollegen hats auch gefreut. Der Kuchen war noch vor dem Mittagessen verspeist.

Besten Dank und liebe Grüße,
Philippe

Monika hat gesagt…

Gern geschehen! Danke für die Rückmeldung :-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Monica,
ich bin seid ca 2 Monaten eine fleißige Leserin deines Blog´s und bin total begeistert. Danke noch mal für das alles!!
Ich habe auch diese Zeitschrift und backe regelmäßig diesen Kuchen und es ist inzwischen der Lieblingskuchen meiner Familie.

Gruß Danijela

Anonym hat gesagt…

Hallo,
wie toll es gibt auch einen tollen Blog in Deutsch. Hatte bis jetzt immer nur Englische gefunden, da mein Englisch nicht so gut ist bin ich froh das ich per zufall darauf gestoßen bin.
Ein RIESEN komplimpent dafür. Danke

Hast du schon mal probiert Hefekuchen mit Genache und Fondant zu überziehen. Oder hält er das Gewicht nicht aus?

Gruß Inna

Monika hat gesagt…

Hallo Inna,
Hefekuchen schmeckt am Besten frisch am Backtag - für eine Motivtorte brauche ich immer mindestens 2-3 Tage Vorlauf...
Nein, ich mache keine Hefekuchen unter Fondantüberzüge :-)

Sandra hat gesagt…

Hallo Monika...

durch zufall bin ich auf deine Seite gestoßen und bin hell begeistert nehme d
gerade dein rezept in Angriff bin gespannt wie sie schmecken ...freu mich schon drauf...

Liebe Grüße sandra

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