Sonntag, 26. Juli 2009

Johannisbeer-Baiser-Schnitten - süß-sauer macht lustig....


Vorgestern bekamen wir von unseren Nachbarn einen Eimer mit frisch gepflückten Johannisbeeren über den Zaun gereicht.
Als Dankeschön habe ich heute vormittag schnell einen Baiser-Biskuitboden gebacken und mit gestern eingezuckerten Johannisbeeren und Vanille-Sahne gefüllt.




Anders als bei der bekannten Hansen-Jensen-/ oder Schwimmbad-Torte bereite ich den Boden ohne Fett zu - quasi einfach ein geteilter Biskuitteig: unten Eigelb mit Zucker und Mehl, oben Eischnee mit Zucker.

Ursprünglich habe ich die Teigmenge vor dem Backen halbiert: in einer Springform unten den Eigelb-Teig und darüber die Baisermasse verstrichen und dann zweimal gebacken.
Seit einiger Zeit backe ich jedoch auf einem Backblech und schneide die Teigplatte nach dem Auskühlen einfach in der Mitte durch.
Dadurch halbiert sich die Backzeit und außerdem steht kein Teig mehr 'rum und wartet...
Zum Abmessen der Zutaten braucht man nur eine Tasse (250 ml) und einen grossen Eßlöffel.

Johannisbeer-Baiser-Schnitten

5 Eiweiß, Größe M
1 Tasse Zucker
5 Eigelb
1/2 Tasse Zucker
5 EL Wasser
1 Tasse Mehl
1 Pck. Backpulver
ca. 500 gr. Johannisbeeren
Zucker nach Geschmack
1 Pck. Tortenguß
400 ml Sahne (gibt's auch laktosefrei...)
Vanillezucker (möglichst selbstgemacht) nach Geschmack
2 Pck. Sahnesteif

Die Johannisbeeren am Abend vorher einzuckern und Saft ziehen lassen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Eiweisse anschlagen und die Tasse Zucker nach und nach einrieseln lassen. Steifschlagen, bis der Eischnee beim Rausnehmen des Besens weiche Spitzen bildet - nicht ganz schnittfest schlagen.
Wenn der Eischnee zu steif ist, läßt er sich anschließend schlecht auf der Eigelbmasse verteilen.
Die Eigelbe aufschlagen und die halbe Tasse Zucker dazu geben. Weiterschlagen, bis eine dicke, weißliche Masse entstanden ist. Die 5 Eßlöffel Wasser dazu geben und mit dem Löffel vorsichtig unter die Eigelbmasse arbeiten.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und vorsichtig unter die Eigelbmasse heben. Nur solange rühren, wie unbedingt nötig ist.
Die Eigelbmasse auf das Backblech streichen, portionsweise den Schnee darauf verteilen und glatt streichen.
Bei 165° ca. 30 min. backen und danach mit dem Backpapier auf einem Rost auskühlen lassen.
Mit einem Messer die Teigplatte vorsichtig in der Mitte durchschneiden und das Backpapier anschließend mit der Schere durchschneiden.
Von beiden Hälften vorsichtig das Backpapier abziehen, eine Hälfte auf eine eckige Tortenplatte legen.
Die Johannisbeeren abtropfen lassen, den Saft abmessen und evtl. auf 250 ml auffüllen. Mit dem Tortenguss aufkochen, vom Herd nehmen und die Johannisbeeren unterheben, löffelweise auf der unteren Teigplatte verteilen und auskühlen lassen.
Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif steif schlagen, auf den ausgekühlten Johannisbeeren verteilen und die obere Teigplatte auflegen. Mit Puderzucker überstäuben und in 12 Stücke schneiden.

Update 29.7.:
Heute hat mein Mann nochmal ein Eimerchen Johannisbeeren bekommen und der Nachbar meinte, der Kuchen wäre ja sooo lecker gewesen!
Wenn der Kuchen euch auch so gut wie uns - uns dem Nachbarn - schmeckt, würde ich mich über ein Feedback freuen!

22 Törtchen:

Barbara hat gesagt…

Super Idee mit dem "Zusammen-Backen und Durchschneiden".

Sieht absolut lecker aus! Und schön locker durch den normalen Biskuit.

Anne-Mette hat gesagt…

Danke für das Rezept - wenn ich Glück habe, kann ich noch Johannisbeer genug für eine Torte pflücken und da wa¨re dein Rezept gerade richtig.
Eine tolle Idee mit dem backen und durchschneiden.

Ursula Currywurst hat gesagt…

schlurps

Monika hat gesagt…

Ja, diese Torte ist total locker und luftig! Da fehlt echt die Eßbremse....

Cami -Camila-Witt.... hat gesagt…

Ober mega Geil lecker , gehe morgen welche kaufen. Danke L:G: Cami

Nadelfee hat gesagt…

....mmmmhhh, lecker lecker, habe schnell noch Johannisbeeren gepflückt und gezuckert. Wie es geworden ist berichte ich morgen ;o)
du hast einen tollen Blog...hätte ich deinen Blog nur 1 Woche früher entdeckt, so wurde die Hochzeitstorte meiner tochter zum Schluß mit weißer Schokolade überzogen, den Fondant habe ich nicht wirklich gut hin bekommen.
Vielen Dank für dein rezept und deinen super tollen Blog

Lg
Sonja-Maria

Monika hat gesagt…

Oh, über so ein nettes Lob freue ich mich sehr - schön, dass Du nun hier mitliest!
Hattest Du Probleme mit meinem Fondant oder mit einem anderen?

Nadelfee hat gesagt…

Hallo Monika,
der Kuchen war sensationell Erfrischend-lecker. Vielen Dank noch einmal für dein tolles Rezept.
Deinen Fondant habe ich nicht ausprobiert werde ich noch machen ;o) ein anderes Fondantrezept aus einem Kochbuch wollte mir nicht gelingen.
Wenn du nich so weit weg wohnen würdest hätte ich mich sehr gerne für deinen Kurs angemeldet.
lg
sonja-Maria

Monika hat gesagt…

Mit dem Fondant nach dem Rezept hier im Blog kann eigentlich nichts schief gehen...
Innerhalb von 20 min. hast Du 1.200 gr. Fondant fertig :-)

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Unglaublich gut sieht das aus! Ich weiß, ich bin jahreszeitlich völlig falsch, aber ich habe (glücklicherweise) noch reichlich Johannsibeeren in der TK-Truhe :-)

Monika hat gesagt…

Oh, danke für die Erinnerung! Ich hab' auch noch Johannisbeeren eingefroren... Die Schnitten könnte ich eigentlich auch wieder mal machen :-)

Nadelfee hat gesagt…

Liebe Monika,
heute werde ich diesen genialen Kuchen wieder backen.
Mir läuft jetzt schon das Waser im Mund zusammen ;)

Monika hat gesagt…

Ja, bei uns ist der demnächst auch wieder fällig :-)

Silklora hat gesagt…

Hallo Monika,
ich verfolge deinen Blog schon länger mit Begeisterung. Aber heute hab ich mich entschlossen, hier mal zu schreiben. Der Grund ist dieses tolle Rezept. Ich wußte nicht wohin mit meinen Johannisbeeren und mir hat kein Kuchenrezept so richtig zugesagt, aber deins mußte ich unbedingt ausprobieren. hatte zwar Probleme, das Backpapier abzubekommen (Boden war recht klebrig, hab wohl was falsch gemacht)aber was soll ich sagen? Super lecker. alle waren begeistert, den mach ich jetzt öfters. Danke für dieses tolle Rezept
liebe Grüße
Silke

Monika hat gesagt…

Hallo Silke,
evtl. einige Minuten länger backen, dann klebt der Boden nicht mehr :-)

Anne hat gesagt…

Hallo Monika,
auch ich bin seit neuem Leser deines Blogs. Habe im Kopf auch schon diverse Ideen für schöne Fondant-Torten. Aber dieses Rezept hat mich auch so angesprochen dass ich es gleich nachbacken musste.
Wunderbar! Super lecker! Hat nur gute Resonanzen bekommen. Ich danke für dir für solche tollen Rezepte. Als nächstes ist dann die Milchmädchentorte dran. Wenn die so gut wird wie ich mir vorstelle, wird das auch mein "Gerüst" für Fondant. Ich bin gespannt.

Liebe Grüße und ein großes Dankeschön!
Anne

Monika hat gesagt…

Danke für dein Feedback, Anne!

Dagmar hat gesagt…

Hallo Monika,

ich habe dein Rezept jetzt zu meinem Geburtstag gebacken, die Idee auf dem Blech zu backen und dann durchzuschneiden ist einfach genial.
Wenn ich meinen Sohn (Erwachsen) nicht gebremst hätte, wir hätten nix abbekommen. Er ist super lecker, ich habe eingefrorene Johannisbeeren verwendet. Danke für dieses leckere Rezept.

LG Dagmar

Sabine Braun hat gesagt…

hallo monika,
bei uns dauern die johannisbeeren noch ein weilchen ;-), aber sobald sie reif sind werde ich dein rezept nachbacken und dann berichten.
liebe grüße
bine aus stolpen

Laura S. hat gesagt…

Hallo Monika!
Deine rezept ist wirkich lecker!Habe Sie probiert und habe nur pozitive Feedback beckommen.
http://leckereien.blogspot.co.at/2015/06/prajitura-cu-coacaze-rosie.html#links
Deswegen möchte mich gerne bei dir bedanken!
Vielen, vielen Dank!
LG
Laura Schuster

Anonym hat gesagt…

Hallo Monika! Wie viel Fassungsvermögen hat deine Tasse? Ich würde den Kuchen gerne heute noch backen. LG Nadine

Monika Matzat hat gesagt…

...Nadine, das steht doch schon direkt über dem Rezept....
"Zum Abmessen der Zutaten braucht man nur eine Tasse (250 ml) und einen grossen Eßlöffel."
:-)

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